Bonhoeffers Verhältnis zum Judentum
Wie die meisten Theologen seiner Generation war Bonhoeffer überzeugt, daß Gottes besonderes Schicksal für das Judentum auch vorsah, daß es irgendwann Jesus als den Messias anerkennt.
Seine Erfahrungen während des Nationalsozialismus warfen Bonhoeffer in einen ernsthaften Konflikt mit seiner religiösen Tradition und ließen Fragen aufkommen, die er bis zu seinem Tod nicht zu lösen vermochte.
Einige jüdische Gelehrte behaupten, daß Bonhoeffer von seinem eigenen tiefen Sinn für Patriotismus angetrieben war und im Namen seiner Kirche handelte, und nicht für das Wohl der europäischen Juden.
Daher, und weil die christliche Tradition sein Ausgangspunkt war, seien viele von Bonhoeffers Gedanken für die jüdische Gemeinschaft bestenfalls irrelevant.
Auf der Website der deutschen 'Konferenz landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden' ist dazu ein Aufsatz von Victoria Barnett zu finden.
Dieser Aufsatz wurde ursprünglich in englischer Sprache auf der Internetseite des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) publiziert.
Die deutsche Fassung des Aufsatzes von Victoria Barnett finden Sie hier:
http://www.klak-christen-und-juden.de/mambo/index.php?option=com_content&task=view&id=47&Itemid=43